Malerei und Poesie
Bishop, James
Verna, Gianfranco
Semff, Michael
96
978-3-944874-72-2
deutsch
0 gr
30.09.2017
Sieveking Verlag
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James Bishop kann man als den wahren, einzigen noch lebenden Poeten der Malerei seiner Generation bezeichnen. Er hat eine ganz eigene feinsinnige und lyrische Bildsprache geschaffen und beschreibt sich selbst als »abstrakten Expressionistender ruhigeren Art«. Bishop möchte seine Kunstwerke für sich sprechen lassen und versteht Kunst dabei als eine eigene Sprache: »Künstler sollte man weder sehen noch hören, ausgenommen, natürlich, Opernsänger.« Während James Bishop zu Beginn seines Schaffens eher kräftigere Farben auf großen Leinwänden für sich sprechen ließ, wandte er sich bald Erdtönen und später auch Grautönen in quadratischen, meist unveränderten kleineren Formaten zu. Diese insbesondere bei den Papierarbeiten vereinzelt bereits ab Mitte der Sechzigerjahre einsetzende Tendenz zur Reduktion hielt sich bis in die jüngste Zeit konstant. Fortwährend war Bishop auf der Suche nach einem ästhetischen Gleichgewicht gegensätzlicher Faktoren: Zeichnung und Malerei, Opazität und Transparenz, Fläche und Raum, offene Formen und einfache, tektonischeElemente. In seinen Arbeiten gelingt es ihm auf zwingende Weise, diese gegensätzlichen Kräfte in eine subtile tonale Beziehung miteinander zu verweben und eine miniaturhaft intime Aura zu kreieren. Der Kunstkritiker John Ashbery beschreibt das Werk von James Bishop sehr treffend als »half architecture, half air«.
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